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Juschtschenko: Ukraine kommt Gasverpflichtungen voll nach

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image Bundespräsident Heinz Fischer mit seinem Amtskollegen Viktor Juschtschenko in Kiew

Im Rahmen seines dreitätigen Arbeitsbesuches in der Ukraine ist Bundespräsident Heinz Fischer am Dienstag von seinem ukrainischen Amtskollegen Viktor Juschtschenko mit militärischen Ehren begrüßt worden.

Kiew - Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko hat am Dienstag nach einem Gespräch mit seinem österreichischen Amtskollegen Heinz Fischer im Präsidentensitz in Kiew betont, dass sein Land seinen Erdgas-Transitverpflichtungen voll nachkommen wolle. Die Ukraine sei sich ihrer Verantwortung voll bewusst.
 
Unterirdische Speicher würden in Spitzenzeiten des europäischen Verbrauchs genutzt, um den Forderungen nachzukommen. Die Ukraine zahle Russland aber mit 1,7 Dollar für die Durchlieferung von 1.000 Kubikmeter Erdgas einen "politischen Preis". Dieser sei zweieinhalb Mal bis dreimal höher als etwa in Ländern wie Österreich oder der Slowakei.

"Schönwetterpolitik"

Fischer betonte, dass Österreich nicht nur eine "Schönwetterpolitik" mit der Ukraine unterhalte, sondern Gespräche auch in schwierigen Zeiten führe. Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise solle man zusammenarbeiten, damit das Vertrauen konstant bleibe. Die Gas-Frage sein ein komplexes Problem.

Die Ukraine habe sich in den vergangenen Jahren wesentlich an die EU angenähert, sagte Juschtschenko. Es gehe bei der weiteren Annäherung aber nicht um bestimmte Termine sondern um Ziele. Die Ukraine habe eine Entfernung zur EU zurückgelegt, die sie sich "vor fünf Jahren nicht hätte träumen lassen". "Wir sind zufrieden mit dem Lauf der Verhandlungen", meinte der ukrainische Präsident in Bezug auf die Ausarbeitung eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und der Ukraine. Aber viele technische Fragen müssten noch geklärt werden. Bisher habe man sieben von 26 Kapiteln abgeschlossen. Juschtschenko drückte die Hoffnung aus, dass Kiew beim Ukraine-EU-Gipfel im Dezember dieses Jahres imstande sei, das Abkommen zu unterzeichnen.

"Zuverlässiger Partner"

Der ukrainische Präsident lobte die "überaus guten positiven Beziehungen" zu Österreich. Österreich sei ein zuverlässiger Partner in der Außenpolitik. Bei Schlüsselfragen, einschließlich des europäischen EU-Wegs der Ukraine, seien sich Wien und Kiew einig.

Fischer hob die "sehr gute und sachliche Atmosphäre" des Besuchs hervor. (APA)

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